Looking 4 Cure
Über das
Projekt
Warum ist HIV-Cure-Forschung gerade jetzt wichtig?
Die Forschung zur Heilung von HIV entwickelt sich weltweit weiter. In vielen Regionen entstehen neue Studien, neue Ansätze und neue Möglichkeiten. Gleichzeitig steht die globale HIV-Versorgung zunehmend unter Druck. Kürzungen von Fördergeldern und politische Veränderungen beeinträchtigen bereits heute Präventions- und Behandlungsprogramme.
Laut UNAIDS zeigen aktuelle Modellierungen, dass anhaltende Finanzierungslücken bis 2029 zu rund 4 Millionen zusätzlichen AIDS-bedingten Todesfällen und 6 Millionen neuen HIV-Infektionen führen könnten. Gleichzeitig hatten bereits im Jahr 2024 etwa 9,2 Millionen Menschen keinen Zugang zu lebenswichtiger HIV-Behandlung. Das zeigt, dass schon vor weiteren Einschränkungen große Versorgungslücken bestanden.
Dadurch entsteht ein entscheidender Moment: Während die Wissenschaft Fortschritte macht, wird der Zugang zu Versorgung gleichzeitig unsicherer. HIV-Cure-Forschung ist deshalb heute wichtiger denn je, nicht nur als wissenschaftliches Ziel, sondern auch als Möglichkeit, langfristige Abhängigkeiten von instabilen Gesundheitssystemen zu reduzieren und globale Ungleichheiten beim Zugang zu Behandlung zu verringern.
Was bedeutet HIV Cure Literacy?
HIV Cure Literacy beschreibt die Fähigkeit zu verstehen, was HIV-Heilungsforschung ist, was sie nicht ist und welche Auswirkungen sie auf Menschen und Communities haben kann. Dazu gehört Wissen über verschiedene Forschungsansätze wie Remission, vollständige Eliminierung des Virus oder immunbasierte Therapien. Ebenso wichtig ist das Verständnis von Risiken, Unsicherheiten und realistischen Zeitrahmen.
HIV Cure Literacy bedeutet aber nicht nur wissenschaftliches Wissen. Es geht auch darum, Informationen kritisch einordnen zu können, Fehlinformationen zu erkennen und informierte Entscheidungen über eine mögliche Studienteilnahme zu treffen.
Gerade für marginalisierte oder unterversorgte Communities bedeutet Cure Literacy auch Zugang zu verständlichen, kulturell relevanten und vertrauenswürdigen Informationen. Sie bildet die Grundlage für echte Teilhabe. Ohne dieses Wissen fühlen sich viele Menschen von Forschungsprozessen ausgeschlossen oder unsicher im Umgang mit Forschung. Mit diesem Wissen können Communities Forschungsfragen und Entwicklungen aktiv mitgestalten.
Wer steckt hinter Looking4Cure?
Das Berlin Center for HIV Cure Research ist ein Forschungszentrum an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, das sich mit HIV-Heilungs- und Remissionsforschung beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen klinische und translationale Forschung sowie die Verbindung von klinischen Studien und Laborforschung. Das Zentrum bringt Ärzt:innen und Forschende zusammen, die zu Themen wie HIV-Persistenz, Immunantworten und neuen therapeutischen Ansätzen arbeiten.

Michel ist Motion Designer und entwickelt Bildungs und Wissenschaftsinhalte von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung. Außerdem engagiert er sich aktiv im HIV Aktivismus an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Er war unter anderem an Projekten wie der performativen Talkreihe ResidenSIDA in Buenos Aires sowie der Wissenschaftskommunikationsinitiative Looking4Cure in Berlin beteiligt.
Tomer Einav ist Apotheker und PhD Kandidat im Bereich Global Health an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Seine Arbeit konzentriert sich auf HIV Heilungsforschung mit besonderem Fokus auf Community Engagement, Inklusion und Wissenschaftskommunikation.
Sein Ziel ist es, komplexe Forschung verständlich und zugänglich zu machen und sicherzustellen, dass die Perspektiven von Menschen mit HIV, insbesondere aus unterversorgten Communities, aktiv einbezogen werden.

In Zusammenarbeit mit:

Wir bedanken uns bei Gilead Sciences und ViiV Healthcare für die finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung dieser Videos.

